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Karte und Kompass für Adventure Racing
Die Grundlagen für erste Navigationsetappen: Karte ausrichten, sichere Leitlinien wählen und Entscheidungen im Team kommunizieren.
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Wie du Reglement, Kontrollpunkte, Materiallisten und Zeitfenster vor einem Adventure Race in einen umsetzbaren Teamplan übersetzt.
Das Route Book ist beim Adventure Racing das wichtigste Dokument des Rennens. Es kommt oft kurz vor dem Start, es ist dicht, und die Teams, die es systematisch lesen, gewinnen Stunden gegenüber denen, die darin blättern.
In der Regel: Reglement, Kartenmaterial, die Kontrollpunkte mit Koordinaten und Beschreibung, Disziplinwechsel, Materiallisten je Etappe, Zeitfenster und Cut-offs, sowie die Regeln für Sperrgebiete und Transitbereiche.
Das ist zu viel, um es der Reihe nach zu lesen. Es lohnt eine feste Reihenfolge.
Erstens: die Zeiten. Startzeit, alle Cut-offs, die Öffnungszeiten der Transitbereiche. Daraus entsteht das Gerüst — alles andere richtet sich danach.
Zweitens: die Materiallisten. Was muss wann wo sein? Beim Adventure Racing wird Ausrüstung häufig in Transitbeuteln vorausgeschickt, und ein Helm, der im falschen Beutel liegt, beendet eine Etappe.
Drittens: die Sperrgebiete und Pflichtwege. Sie sind die häufigste Ursache für Strafzeiten, und sie stehen selten bei den Kontrollpunkten, sondern im Reglement.
Viertens: die Kontrollpunkte — und zwar erst jetzt, wenn der Rahmen steht.
Übertragt die Zeiten in eine einzige Übersicht, die ihr dabeihabt: Etappe, Distanz, geschätzte Dauer, Cut-off, was ihr dort braucht. Eine Seite, laminiert oder in einer Klarsichthülle.
Diese Seite ist im Rennen wertvoller als das ganze Buch, weil sie um vier Uhr morgens in dreißig Sekunden lesbar ist.
Bei Formaten mit frei wählbarer Reihenfolge entscheidet die Auswahl über das Ergebnis. Für jeden Punkt drei Fragen: Wie weit ist er? Wie schwer zu finden? Was bringt er?
Ein weit entfernter Punkt in unübersichtlichem Gelände kostet oft mehr, als er einbringt. Diese Rechnung macht man vorher in Ruhe, nicht nachts unter Zeitdruck.
Alle lesen das Route Book, aber nicht alle lesen alles. Eine bewährte Aufteilung: Eine Person übernimmt Navigation und Kontrollpunkte, eine die Zeiten und Cut-offs, eine das Material und die Transitbeutel (Teamrollen im Adventure Racing).
Danach erzählt jede Person den anderen ihren Teil in drei Minuten. Was sich dabei nicht erklären lässt, hat niemand verstanden.
Steht im Reglement, und die Antwort ist beim Adventure Racing meistens: nicht erlaubt, oder nur zur Aufzeichnung ohne Navigationsfunktion. Das ist kein Detail — es ist die Regel, die diese Disziplin von der Multisport Challenge trennt (GPS-Uhr im Adventure Racing nutzen).
Legt das Material nach Etappen sortiert hin, geht die Zeitübersicht einmal gemeinsam durch, und klärt die Fragen, die offen sind, beim Veranstalter — nicht untereinander. Zwei Teams mit unterschiedlichen Auslegungen desselben Absatzes sind auf der Strecke zwei verschiedene Rennen.
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Eine einfache Übung für Richtung, Distanz und Kontrollpunkte – geeignet für den Park, Waldwege und die erste Navigationseinheit im Team.