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Karte und Kompass für Adventure Racing
Die Grundlagen für erste Navigationsetappen: Karte ausrichten, sichere Leitlinien wählen und Entscheidungen im Team kommunizieren.
Navigation · 2 MIN
Eine einfache Übung für Richtung, Distanz und Kontrollpunkte – geeignet für den Park, Waldwege und die erste Navigationseinheit im Team.
Eine Peilung ist der einfachste Vorgang der Navigation und derjenige, der unter Zeitdruck am häufigsten schiefgeht. Deshalb übt man ihn, bis er ohne Nachdenken funktioniert.
Die Peilung führt dich in einer festen Richtung durch Gelände, das keine Anhaltspunkte bietet: dichter Wald, offene Heide, Nebel, Dunkelheit. Auf einem Weg braucht man sie nicht — dort ist der Weg die bessere Führung.
Im Adventure Racing ist sie das Werkzeug für die letzten Hundert Meter zum Kontrollpunkt, nicht für den Weg dorthin.
Eins: Auf der Karte anlegen. Die lange Kante des Kompasses verbindet deinen Standort mit dem Ziel, die Laufrichtungspfeile zeigen zum Ziel.
Zwei: Die Kapsel drehen, bis ihre Nordlinien parallel zu den Nordlinien der Karte liegen — Kapsel-Nord zum Karten-Nord. Der Kompass wird dabei nicht bewegt und die Nadel nicht beachtet.
Drei: Ins Gelände übertragen. Kompass flach vor den Körper, dich selbst so lange drehen, bis die Nadel in ihrem Gehäuse liegt. Der Pfeil zeigt jetzt die Richtung.
Dass in Schritt zwei die Nadel keine Rolle spielt und in Schritt drei alles von ihr abhängt, ist der Punkt, an dem es am häufigsten klemmt.
Der Fehler, den fast alle machen: mit gesenktem Blick der Nadel hinterherlaufen. Man läuft dabei Bögen und stolpert.
Richtig ist: Peilung nehmen, ein markantes Ziel in dieser Richtung suchen — ein auffälliger Baum, ein Felsen, eine Lichtung —, hingehen, neu peilen. In Abschnitten von fünfzig bis hundert Metern.
Eine Richtung ohne Entfernung ist eine halbe Angabe. Zähl Doppelschritte: Für die meisten sind es zwischen 60 und 70 Doppelschritte auf hundert Meter in der Ebene, bergauf mehr, im Unterholz deutlich mehr.
Zähl deinen eigenen Wert einmal auf einer bekannten Strecke aus. Diese eine Zahl ist die nützlichste, die du im Gelände über dich weißt.
Wenn dein Ziel an einer Leitlinie liegt — einem Weg, einem Bach —, peile bewusst zehn oder zwanzig Grad daneben. Dann weißt du beim Erreichen der Leitlinie, in welche Richtung du abbiegen musst.
Wer genau zielt und danebenkommt, weiß es nicht und muss raten.
Das Dreieck zeigt sofort, wie genau du arbeitest. Wer zwanzig Meter daneben landet, ist gut; wer fünfzig Meter daneben landet, weiß jetzt, woran er übt.
Handy, Autoschlüssel, Stirnlampe, Zaun, Fahrrad — all das lenkt die Nadel ab. Peile mit Abstand zu Metall, und wenn eine Peilung unplausibel wirkt, ist das meistens der Grund.
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