Pacing2 Min.
Gehen auf langen Steigungen
Wann Gehen schneller ist als Laufen und wie du Anstiege auf Trail-Challenges mit ruhigem Puls und stabilem Schritt bewältigst.
Pacing · 2 MIN
Wie du eine Zielzeit als Orientierung nutzt, ohne das erste Gelände-Event in eine Rechnung zu verwandeln, die dem Kurs nicht standhält.
Eine Zielzeit ist im Gelände eine schwierige Größe. Sie hilft beim Planen und schadet beim Laufen, und die meisten merken den Unterschied erst, wenn sie schon zu schnell unterwegs sind.
Auf der Straße ist ein Halbmarathon ein Halbmarathon. Im Gelände sind zwei Trail-Challenges über dieselbe Distanz zwei verschiedene Veranstaltungen — Höhenmeter, Untergrund, Wetter und bei Hindernisläufen der Stau an den Hindernissen verschieben das Ergebnis um Stunden.
Deshalb sagt die Zeit eines anderen über deinen Tag fast nichts. Und deine eigene Zeit vom letzten Jahr sagt nur dann etwas, wenn es dieselbe Strecke bei ähnlichem Wetter war.
Rechne nicht mit einer Zielzeit, sondern mit einer Spanne — etwa „zwischen sieben und neun Stunden”. Das ist kein Herunterspielen, sondern die ehrlichere Angabe.
So kommst du zu ihr:
Das Ergebnis ist das obere Ende. Das untere ist dieselbe Rechnung ohne den letzten Schritt.
Gut: um Cut-offs zu prüfen, Verpflegung zu planen, Angehörige zu informieren und zu entscheiden, ob eine Stirnlampe nötig wird.
Nicht gut: als Vorgabe auf der Strecke. Wer gegen eine Uhrzeit läuft, geht am Anfang zu schnell und trifft im letzten Drittel Entscheidungen gegen den eigenen Körper.
Für ein erstes Event einer Art gibt es keine sinnvolle Zielzeit, weil die Vergleichsgröße fehlt. Das Ziel heißt ankommen — und zwar so, dass du hinterher sagen kannst, wie es war.
Das ist kein bescheidenes Ziel. Es ist das einzige, das beim ersten Mal überhaupt überprüfbar ist.
Manche brauchen eine Zahl, um sich zu strukturieren. Dann nimm sie als Obergrenze, nicht als Untergrenze: „höchstens neun Stunden” führt zu anderen Entscheidungen als „unter acht Stunden”.
Und lass sie los, sobald der Tag anders läuft als geplant. Ein Wetterumschwung, ein Stau am Hindernis, eine Blase — dann gilt die Zahl nicht mehr, und daran festzuhalten ist der Punkt, an dem aus einem Event eine schlechte Erinnerung wird.
Nach dem Ziel sind drei Fragen aussagekräftiger als jede Zeit: Wie ging es dir im letzten Drittel? Wie viele Pausen hast du gebraucht? Wie war der Folgetag?
Diese drei sagen etwas über deine Vorbereitung. Die Zeit sagt vor allem etwas über die Strecke (Saison auswerten, nächstes Ziel wählen).
Pacing2 Min.
Wann Gehen schneller ist als Laufen und wie du Anstiege auf Trail-Challenges mit ruhigem Puls und stabilem Schritt bewältigst.
Pacing2 Min.
Warum ein kontrollierter Start bei Gelände-Events Zeit spart und wie du dein Anfangstempo ohne dauernden Blick auf die Uhr findest.
Pacing2 Min.
Was Zeitlimits wirklich bedeuten, wie du sie in einen Plan übersetzt und warum ein Puffer besser ist als ständiges Rechnen.