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Training · 2 MIN

Saison auswerten, nächstes Ziel wählen

Ein einfacher Rückblick auf Events und Training, der aus Erfahrungen ein passendes nächstes Gelände-Ziel macht.

Geeignet für
Nach der ersten Saison

Nach der letzten Veranstaltung des Jahres kommt der Moment, an dem man entweder etwas lernt oder im nächsten Frühjahr dieselben Fehler wiederholt. Eine Auswertung dauert eine halbe Stunde und braucht kein Tabellenblatt.

Drei Fragen je Event

Geh die Termine der Saison der Reihe nach durch und beantworte für jeden:

  1. Was lief gut — und war es Zufall? Ein gutes Gefühl bei kühlem Wetter ist etwas anderes als eine Technik, die sitzt.
  2. Woran hat es gehakt? Nicht „war anstrengend”, sondern konkret: Blase ab Kilometer zwanzig, Magen ab Stunde drei, Griff am zweiten Rig weg.
  3. Was hättest du vorher anders gemacht? Das ist die eigentliche Frage, weil sie in die Vorbereitung zeigt statt in den Tag.

Nach Mustern suchen, nicht nach Einzelfällen

Ein schlechter Tag ist ein schlechter Tag. Dreimal derselbe Punkt ist ein Muster — und Muster sind der Ertrag der Auswertung.

Typische Muster, und was sie bedeuten:

Wiederholt aufgetreten Was es sagt
Probleme ab Stunde drei Verpflegung oder Anfangstempo
Immer dieselbe Blase Schuh, Socke oder Passform
Griff geht früh aus zu wenig spezifisches Training
Letztes Drittel bricht ein zu schneller Start, nicht zu wenig Form
Erkältung nach jedem Event zu wenig Erholung eingeplant

Was die Zahlen hergeben — und was nicht

Zeiten verschiedener Veranstaltungen lassen sich kaum vergleichen. Zwei Trail-Challenges über dieselbe Distanz können sich um Stunden unterscheiden, und das sagt nichts über deine Form.

Vergleichbar sind dagegen: wie du dich im letzten Drittel gefühlt hast, wie viele Pausen du gebraucht hast, und ob du am Folgetag funktioniert hast. Das sind die Größen, die eine Vorbereitung bewertet.

Das nächste Ziel wählen

Drei Richtungen, und es lohnt, sich für eine zu entscheiden statt für alle drei:

  • Weiter. Die nächste Profilstufe — von Standard zu Beast etwa. Das kostet vor allem Zeit im Training, nicht Tempo.
  • Schwerer. Dieselbe Distanz in anspruchsvollerem Gelände: mehr Höhenmeter, technischer Untergrund, eine Nachtpassage.
  • Anders. Eine andere Disziplin. Wer drei Jahre Hindernisläufe gemacht hat, lernt beim Adventure Racing wieder etwas Neues.

Was selten funktioniert: alle drei gleichzeitig. Die erste 50-km-Distanz im alpinen Gelände mit Nachtstart ist drei Schritte auf einmal.

Den Termin früh setzen

Ein Termin im Kalender verändert das Training mehr als jeder Vorsatz. Wähle ihn so, dass zwischen heute und dem Event genug Wochen liegen — und schau, was in deinem Zeitfenster läuft (Kalender).

Und plane die Pause vorher ein, nicht danach: zwei bis drei Wochen ohne Plan nach der Saison sind keine verlorene Zeit, sondern die Voraussetzung dafür, dass das nächste Jahr besser wird als dieses.

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