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Hindernisse · 2 MIN

Teamhilfe am Hindernis richtig geben

Sicher helfen und Hilfe annehmen: Grundregeln für Wände, Netze und schwierige Passagen im teamorientierten OCR.

Geeignet für
Teamstarts im OCR

Hilfe am Hindernis ist der schönste Teil des Hindernislaufs — und der, bei dem die meisten vermeidbaren Verletzungen passieren. Beides hat denselben Grund: Es geht schnell, und niemand hat vorher darüber gesprochen.

Zuerst: Ist Hilfe erlaubt?

Das entscheidet die Startklasse. In Team ist gemeinsames Lösen der Sinn der Sache, in Open fast überall erlaubt. In Age Group und Elite ist Fremdhilfe in der Regel untersagt und kostet die Wertung.

Wer in einer gewerteten Klasse startet und trotzdem helfen will, hilft Fremden — nicht dem eigenen Team. Auch das steht in den Regeln.

Die Räuberleiter, sauber gegeben

Die häufigste Hilfe und die mit dem größten Fehlerpotenzial:

  • Stand: seitlich zur Wand, Füße schulterbreit, Knie leicht gebeugt.
  • Hände: ineinandergelegt vor dem Körper, etwa auf Kniehöhe. Nicht auf dem Oberschenkel abstützen.
  • Rücken gerade. Gehoben wird aus den Beinen und mit den Armen, nie aus dem Rücken.
  • Ansage: „Fuß rein — und hoch auf drei.” Wer ohne Ankündigung hebt, bringt den anderen aus dem Gleichgewicht.

Der Steigende setzt den Fuß flach hinein, nicht die Spitze, und hält sich mit beiden Händen an der Wand fest, bevor er drückt.

Von oben helfen

Wer schon oben ist, kann den Unterarm reichen — Unterarm, nicht Hand. Der sogenannte Affengriff, bei dem beide sich am Unterarm fassen, hält deutlich besser und rutscht bei Nässe nicht.

Dabei selbst sicher sitzen, bevor du ziehst. Ein Helfer, der beim Ziehen die Balance verliert, bringt zwei Leute zu Fall statt einen hoch.

Hilfe annehmen ist eine Fertigkeit

Klingt seltsam, ist aber die Hälfte. Wer Hilfe annimmt, sagt vorher, was er braucht — „ich brauch den Fuß” oder „zieh, wenn ich greife”. Wer wortlos irgendwo hinfasst, macht es für beide schwerer.

Und nach oben: nicht zappeln. Ein ruhiger, kräftiger Zug ist leichter zu unterstützen als drei hektische.

Die Grenzen

  • Nicht schieben, wo du nicht siehst. Am Netz oder in der Röhre weißt du nicht, wo der andere gerade greift.
  • Keine Hilfe bei Höhe ohne Absprache. Wer jemanden über eine hohe Kante schiebt, entscheidet über dessen Landung mit.
  • Kein Hochziehen am Arm. Schultern mögen das nicht, besonders nicht kalte.
  • Wenn beide müde sind, lieber umgehen. Zwei erschöpfte Leute an einer nassen Wand sind kein Team, sondern ein Risiko (Umgehen oder versuchen?).

Was das Team vorher klärt

Fünf Minuten vor dem Start reichen: Wer geht zuerst, wer hilft, wer wartet unten? Wie sagt ihr an, dass jemand nicht mehr kann? Und die Frage, die am häufigsten fehlt — bleibt ihr zusammen, wenn einer umgeht?

Wer das geklärt hat, hilft am Hindernis, statt dort zu diskutieren (Den Teamstart vorher absprechen).

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