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Was auf einen langen Marsch wirklich mitmuss, wie du Gewicht ordnest und warum die Packliste vor dem Start getestet wird.
Auf einem langen Marsch trägst du deinen Rucksack zehn Stunden. Jedes Kilo darin wird in der zweiten Hälfte schwerer, und alles, was du nicht benutzt, hast du umsonst getragen.
Pack, was du mit Sicherheit brauchst, plus zwei Dinge für den Fall, dass es kälter oder länger wird. Nicht mehr.
Für einen Tagesmarsch mit Verpflegungsstationen landet man damit bei drei bis fünf Kilo. Wer über acht kommt, hat entweder Pflichtausrüstung dabei oder zu viel eingepackt.
Immer dabei:
Je nach Termin:
Schwere Sachen nah an den Rücken und auf Schulterhöhe, nicht unten im Boden des Packsacks. Ein Rucksack, dessen Gewicht tief hängt, zieht nach hinten und kostet über Stunden Haltung.
Der Hüftgurt trägt, die Schultergurte stabilisieren — nicht umgekehrt. Wenn die Schultern nach zwei Stunden wehtun, sitzt der Hüftgurt zu locker oder zu hoch.
Was du unterwegs brauchst, gehört in die Außentaschen oder ganz nach oben: Riegel, Pflaster, Jacke, Stirnlampe. Was du nur an der langen Pause brauchst, darf nach unten.
Kleine Sachen in einen durchsichtigen Beutel. An Station drei um zwei Uhr nachts willst du nicht den ganzen Rucksack ausräumen, um ein Pflaster zu finden (Pausen auf Leistungsmärschen planen).
Geh davon aus, dass alles nass wird. Ersatzkleidung, Handy und Startunterlagen gehören in einen wasserdichten Beutel oder mindestens in einen Gefrierbeutel — eine Regenhülle über dem Rucksack allein reicht bei Dauerregen nicht.
Die Packliste wird in der Vorbereitung getestet, nicht am Eventtag. Mindestens eine lange Einheit mit dem vollen Rucksack: Dann merkst du, ob der Gurt scheuert, ob das Trinksystem funktioniert und ob du an alles herankommst, während du gehst.
Was dabei stört, hast du noch Zeit zu ändern. Was am Eventtag stört, trägst du zehn Stunden.
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