Pacing2 Min.
Gehen auf langen Steigungen
Wann Gehen schneller ist als Laufen und wie du Anstiege auf Trail-Challenges mit ruhigem Puls und stabilem Schritt bewältigst.
Pacing · 2 MIN
Wie du Schrittfrequenz, Armeinsatz und Atmung auf langen Anstiegen so steuerst, dass du oben noch konzentriert weiterkommst.
Ein langer Anstieg ist die Stelle, an der sich eine Trail-Challenge entscheidet — nicht weil er hart ist, sondern weil er lange dauert. Wer oben noch klar denken kann, hat den Tag gerettet.
Bergauf ist die Frequenz wichtiger als die Schrittlänge. Kurze, zügige Schritte halten den Schwerpunkt ruhig und vermeiden, dass jedes Bein einzeln den ganzen Körper hochhebt.
Als Gefühl: Die Beine arbeiten, aber kein einzelner Schritt fühlt sich anstrengend an. Wenn ein Schritt schwer wird, ist er zu lang.
Bei steilen Abschnitten legst du die Hände auf die Oberschenkel und drückst mit jedem Schritt mit. Das verlagert einen Teil der Arbeit in Arme und Rumpf und macht auf langen Rampen den Unterschied zwischen „geht noch” und „geht nicht mehr”.
Wo Stöcke erlaubt sind, tun sie dasselbe wirksamer — vorausgesetzt, du hast sie im Training benutzt.
Koppel die Atmung an die Schritte: zwei Schritte einatmen, zwei ausatmen. Der Rhythmus hat zwei Funktionen — er hält das Tempo konstant, und er meldet zuverlässig, wenn es zu hoch wird.
Sobald du aus dem Takt fällst, gehst du zu schnell. Das ist die zuverlässigste Rückmeldung am Berg, verlässlicher als jeder Pulsmesser.
Der Blick nach oben zum Gipfel ist demotivierend und meistens falsch: Was wie die Kuppe aussieht, ist selten die Kuppe.
Schau fünf bis zehn Meter vor die Füße und nimm dir Zwischenziele, die du erreichen kannst — der Baum, der Felsen, die Kehre. Die Strecke wird dadurch nicht kürzer, aber der Kopf arbeitet mit statt dagegen.
Ab etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent Steigung ist Gehen für die meisten schneller als Laufen, und es ist immer sparsamer (Gehen auf langen Steigungen).
Auf einer langen Trail-Challenge gehst du die Anstiege und läufst die flachen Abschnitte. Wer die Anstiege läuft, hat auf den flachen Abschnitten nichts mehr.
Der Anstieg ist der beste Zeitpunkt für beides: Das Tempo ist ohnehin niedriger, die Atmung gleichmäßig, und es geht nichts verloren. Bergab lässt sich kaum essen, und auf flachen Abschnitten willst du laufen.
Nimm dir vor, an jedem längeren Anstieg einmal zu trinken und etwas zu essen — das ergibt über einen langen Tag von allein einen brauchbaren Rhythmus.
Nicht sofort losstürmen. Dreißig Sekunden, in denen die Atmung runterkommt, machen die folgende Abfahrt kontrollierter — und die Abfahrt ist der Teil, der die Oberschenkel kostet (Bergab laufen mit Kontrolle).
Pacing2 Min.
Wann Gehen schneller ist als Laufen und wie du Anstiege auf Trail-Challenges mit ruhigem Puls und stabilem Schritt bewältigst.
Training2 Min.
Drei einfache Prinzipien für sicheres, kraftsparendes Bergablaufen auf Trail-Challenges und Berg-OCR.
Pacing2 Min.
Warum ein kontrollierter Start bei Gelände-Events Zeit spart und wie du dein Anfangstempo ohne dauernden Blick auf die Uhr findest.